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Angelikas Hunde - Stand Dezember 2017
 
> zur Fotogalerie ... demnächst wieder!
  • Frühere Hunde: Tina, Urmel, Rago, Flocki, Mani, Jake, Sid sowie Spoon, Max, Sinja und Charly und Hektor
  • Meine derzeit eigenen Hunde: Jura, Flöckchen, Alani, Yocco, Spot, Kalle und Edy, der umgezogen ist
  • Dauer-Pflegehund - derzeit keiner

Hier möchte ich schildern, welche Hunde mich bisher in meinem Leben begleitet haben und derzeit meine Begleiter sind. Sie alle waren und sind meine geliebten Lehrer, die mich so vieles über ihre Art und über den Umgang mit anderen Lebewesen lernen lassen, und die mir helfen, selbst ein besserer Mensch zu werden. Möge es allen, die Hunde halten, ebenso gehen!

Und nun möchte ich Euch von all diesen Hunden erzählen!

  • Frühere Hunde: Tina, Urmel, Rago, Flocki, Mani, Jake, Sid sowie Spoon, Max, Sinja und die Dauerpflegehunde Charly und Hektor

TINA, roter Cocker Spaniel

Sie war Mitglied unserer Familie von meinem 6. bis 18. Lebensjahr und hat mir früh eine positive Einstellung zu Hunden vermittelt. Auch wir werden durch unsere Hunde geprägt: noch heute freue ich mich immer sehr, einen Cocker zu sehen!
In den folgenden Jahren hatte ich mit Hunden aus meinem Bekanntenkreis zu tun, mein erster eigener Hund kam 1991 zu mir:

URMEL, Bobtail, bei mir von 1991 bis 1996, † mit 11 Jahren

Er war mein erster eigener Hund und kam nach einem Unfall, der ihn fast das Leben gekostet hat, zu mir zum Aufpäppeln – was mir einige praktische Übungen zu meinem Veterinärmedizin-Studium ermöglichte, in dessen Anfangsphase ich gerade steckte. Eigentlich war ein Hund damals noch nicht geplant, aber es kommt halt immer anders… URMEL fügte sich so einfach in meinen vollen Studenten-Terminplan ein, dass ich es mir leichter nicht hätte wünschen können. Er war der ideale „Einsteiger-Hund“, er konnte eigentlich alles, ohne dass ich viel Erziehungsarbeit hätte leisten müssen - obwohl er vorher 6 Jahre nur in einem Reitstall in seinem Bobtail-Rudel gelebt hatte. Durch ihn kam ich erstmals in Kontakt mit einem Hundeverein mit modernen Ausbildungsmethoden, wo ich mich bald engagierte, was meinen weiteren Lebensweg stark beeinflusst hat. Dieser Hund war ein guter Lehrer und ein angenehmer Begleiter, der mir zeigte, wie schön das Leben mit einem Hund als Partner ist – danke, URMEL! Bobtails habe ich seit der Zeit mit URMEL natürlich sehr ins Herz geschlossen. Wobei ich meinen URMEL meist geschoren habe, denn ein Bobtail ist mit kurzem Fell oft ein glücklicherer Hund…

RAGO (* Mai 1997, † April 2006), Kaukasischer Owtscharka, bei uns von 12/1997 bis 04/2006

RAGO war „Mitbegründer“ der Hundeschule Gießen und der „Herdenschutzhundegruppe“, die wir für einige Jahre hatten; fast alle Kunden kannten ihn, bis er im April 2006 mit knapp 9 Jahren wegen schwerer Herzprobleme über die Regenbogenbrücke ging. Auch heute noch ist er unvergessen, und die Erzählungen der Erlebnisse mit ihm bereichern meinen Trainingsalltag und werden das auch immer tun! Mögen andere Hundehalter auch weiterhin von dem lernen, was RAGO mir und anderen beigebracht hat.
Er wurde im Mai 1997 in Polen geboren und als Welpe von einem skrupellosen Hundehändler aus dem Kofferraum an eine ahnungslose Familie in Hessen verkauft – für 2.000 DM! Schon nach wenigen Monaten, Weihnachten 1997, wurde er über einen Tierschutzverein abgegeben und kam dann zu mir, die ich gerade wieder einen eigenen Hund aufnehmen wollte – und zwar einen HERDENSCHUTZHUND! Das war nicht immer leicht, vieles musste ich dazu lernen –
RAGO war ein guter Lehrer. Wir hatten ja bereits den Hund meines Mannes, ebenfalls einen Kaukasen (s.u., Spoon), der jedoch als Welpe zu meinem Mann kam (wir lernten uns erst danach kennen), und der sehr freundlich und leicht erziehbar war. Das war nun kein Vergleich mit einem schlecht sozialisierten Händler-Hund, wie RAGO  es war!
Trotz seines schlechten Starts ins Leben wurde
RAGO eine faszinierende Persönlichkeit: groß, schön, stark, souverän und eindrucksvoll. So wachsam er gegenüber ihm nicht bekannten Menschen und Hunden war, so gerne war er doch bereit, Freundschaft zu schließen, wenn man ihn respektierte und sich die Zeit dafür nahm. Nach anfänglichen Schwierigkeiten lernte ich, mit seinem Verhalten umzugehen und auf unserem Hundeplatz konnte er seine „Wach-Qualitäten“ dann voll entfalten. Er war bestimmt ein glücklicher Herdenschutzhund. Und hat mich so beeindruckt, dass für mich feststeht: immer wieder einen Herdenschutzhund aus dem Tierschutz!
Eindrucksvoll hat
RAGO immer wieder bewiesen, dass Herdenschutzhunde sehr wohl alles lernen und tun können, was Hunden überhaupt möglich ist: ich absolvierte mit ihm eine Begleithundeprüfung; er hatte Spaß an Agility, wir haben geclickert, er lernte ein wenig Apportieren, liebte intelligentes Hundespielzeug und wir konnten auch einige Kunststückchen zeigen!
RAGO verstarb an einer dilatativen Cardiomyopathie - einer Herzerkrankung, die bei großen Hunden nicht so selten ist. Man könnte sagen, viel zu früh, kurz vor seinem 9. Geburtstag - aber nicht die Jahre zählen, sondern die Intensität des Zusammenseins, und ich bin dankbar für eine fantastische Zeit mit diesem wunderbaren Gefährten.

FLOCKI (*August 2003), Mix aus Bulgarien; bei uns seit 4/2005, adoptiert 6/2006, lebte bei uns bis 21.01.2011

FLOCKI hatte ich mir nicht ausgesucht, er kam als Notfall zu mir. Der hübsche Mischling sollte am 20.08.03 in Bulgarien geboren worden sein. Tierschützer brachten ihn mit wenigen Wochen nach Deutschland, wo er dann vermittelt wurde. Schon bald fingen die Probleme an: er wurde ein extrem guter Wachhund… und machte seinen Menschen damit das Leben schwer. Trotz der Hilfe mehrerer Hundetrainer konnte FLOCKI’s Verhalten nicht angemessen verändert werden und er stand kurz vor dem Einschläfern - und wurde gerettet. Über den Verein „Menschen für Tiere e.V. Taunus“ kam er im April 2005 zu mir, zunächst als Pflegestelle. Und wurde von seinem alten Namen „Rocky“ erst mal in ein freundlicheres „FLOCKI“ umbenannt. Nach zwei furchtbaren Tagen, in denen FLOCKI völlig unzugänglich war und mit dem Leben abgeschlossen zu haben schien, wurde er sehr schnell ein fröhlicher Hund. Endlich entdeckten wir auch, dass er eine Schilddrüsenfunktionsstörung hat, deren Behandlung sein Verhalten verbesserte. Nachdem sich trotz intensiver Bemühungen (er war sogar in der „Wuff“) keine Interessenten finden ließen, beschloss ich im Juni 2006: FLOCKI bleibt bei uns! Sein Verhalten war immer noch „anspruchsvoll“, aber herdenschutzhunde-ähnlich, daher nach 8 Jahren mit Rago für uns erst einmal kein Problem :), und FLOCKI war bei den Menschen, die er liebte, der netteste Hund, den man sich vorstellen konnte.
Wir waren froh, dass wieder ein Hundeschicksal zunächst ein gutes Ende gefunden hatte!
FLOCKI war wieder einmal der Beweis dafür, dass es sich lohnt, auch „schwierigen“ Hunden eine Chance zu geben. Er dankte es uns jeden Tag. Aber das Glück währte nicht ewig, doch immerhin mehrere Jahre. FLOCKI war inzwischen über 7 Jahre alt, und es gab Situationen, in denen er sich so unangemessen verhielt, wie es früher nicht der Fall gewesen war. Nach einem Beißvorfall, bei dem ein Mensch zu Schaden kam, war nach Betrachtung der Situation klar, dass FLOCKI so wie bisher nicht mehr problemlos gehalten werden konnte. Und dauerhaft wegsperren war auch keine Lösung. Eine Weitergabe kam für uns auch nicht in Frage, da er sein ganzes Leben schon immer wieder gezeigt hatte, dass er nicht sehr flexibel war gegenüber neuen Situationen. Daher fiel die Entscheidung zur Euthanasie - sicherlich die gesamthaft betrachtet beste Lösung, auch für den Hund. Manchmal geht es nicht anders und auch das ist etwas, das man lernen muss zu akzeptieren und damit umzugehen. Von FLOCKI habe ich vieles und Besonderes gelernt und werde ihm dafür immer dankbar sein. Er hat einen besonderen Platz in meinem Herzen.

MANI/MANITU (*Mai 2003), Collie, bei uns seit 12/2003, ging über die Regenbogenbrücke am 31.08.2016

Rago war sechs Jahre alt, die Hundeschule lief gut – mein nächster Hund sollte nun ein „unkomplizierterer“ Vertreter seiner Art sein: möglichst verträglich und auch recht sportlich, denn ich brauchte ja nun einen Hund, mit dem ich in den inzwischen zahlreich gewordenen Sportkursen die Übungen demonstrieren konnte. Sinja, die Podengo-Hündin, (s.o.) hatte sich dafür leider nicht begeistern lassen. Ein Hütehund sollte es daher sein, aber einer, der auch ohne Schafe auskommt, und der trotz Arbeitsfreude nicht ausflippt, wenn man mal an einem Tag weniger Zeit für ihn hat. Ein Border Collie kam daher weniger in Frage, und passende Australian Shepherds waren zu der Zeit im Tierschutz nicht zu finden. Meine Freundin Karin Petra Freiling betreut ständig mehrere Tierschutzhunde, v.a. Collies. Sie päppelte einen ganzen Wurf Collie-Welpen auf, die von ihrem „Züchter“ stark vernachlässigt worden waren. Über sie fand MANI (der vorher Balto hieß) den Weg zu uns; er war bereits vermittelt gewesen und – unverständlich, aber für uns wunderbar – wieder zurückgekommen. Als er zu uns kam, war er 7 Monate alt. Schön war, dass noch zwei Brüder von MANI ebenfalls in Gießen / Umgebung wohnten. Eine Schwester hat Karin selbst behalten. Wir alle sind bzw. waren sehr, sehr glücklich mit unseren wunderbaren Collies, und können diese Rasse sehr empfehlen! MANI war verträglich mit Hunden, liebte Menschen, arbeitete gerne mit Kindern und älteren Menschen, und sehr gerne mit Behinderten. Er konnte Agility, viele Tricks und natürlich die üblichen Gehorsamsübungen, hatte die BGVP I (IRJGV) und den BHV-Hundeführerschein Stufe 2. Spaß hatte er auch an Foto-Shootings für verschiedene Bücher und Zeitschriften und bei den Dreharbeiten für einen kleinen Fernsehbeitrag.
Von Rago lernte er auch, ein wenig „Wachhund“ zu sein; aber sobald die Menschen innerhalb des Zauns waren, liebt er JEDEN!
Er war mir ein liebevoller Begleiter und ein wertvoller Helfer in der Hundeschule, in ihm habe ich damals genau das gefunden, was ich gesucht habe.
MANI durfte seit 2014 die meiste Zeit bei seiner Patenfamilie ganz in der Nähe des Hundeplatzes verbringen und sich dort verwöhnen lassen und schließlich zog er auf seinen eigenen Wunsch und mit dem Einverständnis aller Beteiligten ganz dort ein. Wir hofften auf noch viele schöne Jahre, doch im Frühjahr 2016 hatte er Nasenbluten und es kam die schlimme Diagnose: Osteosakrom im Oberkiefer... unheilbar. Dank Steffis wunderbarer Pflege, mehrerer sehr engagierter Tierärztinnen und einer Chiropraktikerin konnte er trotz des Tumors bis zum August 2016 noch sein Leben genießen und dann in Würde gehen.
Mani, Du Engel auf vier Pfoten, wir haben Dich immer im Herzen!

JAKE (* ca. 2001), Terrier-Mix aus HAWAII; bei mir seit 05.06.2009, ging über die Regenbogenbrücke am 26.06.2017

JAKE ist ein Urlaubsmitbringsel... war ja klar, was passiert, wenn Angelika mit Kunden nach Hawaii fliegt... man geht dort ins Tierheim und prompt wählt Angelika einen Hund aus :)
Auch in den USA ist die Not im Tierschutz groß, allerorten wird schnell, viel zu schnell eingeschläfert, weil kein Platz ist. Nicht so im Rainbow Shelter, aber auch dort platzt man fast aus allen Nähten, weil immer neue Hunde kommen...
JAKE, der auf Hawaii auch schon einmal vermittelt war und wieder zurück kam, zeigte sich von Anfang an völlig unkompliziert und lief vom ersten Tag an im Rudel mit, als wäre er schon immer da gewesen - was will man mehr?
Hier Jakes Nachruf vom 26.06.17:
Lieber JAKE, am 26.06. haben wir dich über die Regenbogenbrücke gehen lassen.
16 Jahre hast du gelebt, davon acht bei mir. Wir wissen, dass es an der Zeit war, aber die Entscheidung ist immer schwer und das Loslassen nie einfach.
Ich
danke dir für acht wunderbare Jahre.
Im Februar 2009 haben wir uns auf Hawai‘i in einem Tierheim kennengelernt und im Juni kam Beate mit dir nach Deutschland geflogen. So hatte ich acht Jahre lang eine wunderbare Erinnerung an einen traumhaften Urlaub. Du warst einfach großartig, hast dich sofort ins Rudel eingefügt und jahrelang wunderbar und
ganz selbstverständlich bei unseren Angeboten für die Schulkinder mitgewirkt.
Du warst immer angenehm im Umgang
und ich konnte dich überall mit hinnehmen, z.B. auf zahlreiche Besuche im Opelzoo und viele Stadtgänge.
Jeder Hundeausführer kam mit dir gut zurecht, die Kinder liebten dich. Auch mit behinderten Menschen hast du dich wohl gefühlt. Du konntest dich auf jeden Menschen einstellen, dem du begegnet bist.
2013 signalisiertes du das erste Mal, dass die „Rente“ langsam in Sicht käme, daraufhin nahmen wir Yocco als neuen „Mitarbeiter“ ins Rudel-Team auf. Aber noch wolltest du dich nicht zur Ruhe setzen, bis 2015 warst du noch aktiv im Training und bei den Schulkindern dabei. Du durftest entscheiden, was und wieviel du tun wolltest.
Zahlreiche Hundetreffs im wunderschönen Siegerland hast du genossen, und im November 2016 hatten wir noch einen ruhigen Kurzurlaub auf einem wunderschönen großen Grundstück in Norddeutschland.
Seit 2015 ging es dann immer langsamer, du konntest nicht mehr so gut sehen, die Knochen wurden älter. Von nun an gab es nur noch Wunsch- und Verwöhnprogramm und Hanne wurde deine liebe Patin, die sich so oft wunderbar um dich gekümmert hat, da sie keinen eigenen Hund mehr aufnehmen möchte.
Während ich mit dem übrigen Rudel auf dem Hundeplatz war, nahm Hanne dich im Winter oft mit in ihre Wohnung, damit du es gemütlich warm hattest, und von Frühjahr bis Herbst mit in ihren schönen kleinen Garten an der Lahn, damit du dort ruhige Stunden genießen konntest.
Sie fuhr mit dir zum Tierarzt, zur Osteopathin und in den Hundesalon, damit dir die beste Versorgung zuteil wurde.
So haben wir dich umsorgt und du hast ein stattliches Alter erreicht. Dein Herz und deine Organe arbeiteten auch noch einigermaßen gut. Lange hast du tapfer durchgehalten, ohne zu klagen, aber dann war dein Körper einfach zu müde und zu alt um noch weiter bei uns zu sein, die Schmerzen in den Knochen und Gelenken und Zähnen wurden zuviel, da konnten
auch Schmerzmittel nicht mehr helfen, und die Demenz wurde immer schlimmer… Du erkanntest uns kaum noch und warst schon fast nicht mehr hier… Du hattest Dich schon auf den Weg gemacht. Dein Geist wollte frei sein von diesem alten Körper, der dich nur noch behindert hat.
Auf Hawai‘i sagt man „er hat die Adresse gewechselt“, und das hast du nun getan…
Jake, grüße alle, die schon im Regenbogenland sind… wir sehen uns wieder!

SID (*vermutlich Anfang 2005 oder eher), Sarplaninac (jugoslawischer Herdenschutzhund), bei uns seit 5/2006, ging über die Regenbogenbrücke am 29.11.2017

Nach Ragos Tod trösteten mich zwar alle anderen Hunde, aber was mir fehlte, war ein Nachfolger für Rago – also wieder ein Herdenschutzhund, möglichst eine östliche Rasse. Eigentlich kam nur wieder ein Kaukase in Frage, oder ein Sarplaninac – die sehen fast genauso aus, sie sind nur meist etwas kleiner. Nach eingehender Recherche bei den mir bekannten Organisationen für Herdenschutzhunde in Not und Tierheimen fand ich dann im Tierheim Ludwigsburg SID, der aus einer Tötungsstation in Ungarn gerettet wurde.
Er war genau das, was ich gesucht hatte: ein typisch wachsamer Herdenschutzhund (was bei unserem großen Hundeschulgelände ganz gut ist…), mit einer souveränen Persönlichkeit, der aber trotzdem für einen Herdenschutzhund ausgesprochen freundlich zu den meisten Hunden und zu allen Menschen war. Letzteres war besonders erstaunlich, da man ihn in Ungarn mit Sicherheit nicht nur gut behandelt hat.
Er fügte sich sofort nahezu problemlos in meine Hundegruppe ein und übernahm mit der Zeit die Führung des "Rudels". Es war schnell so, als sei er schon lange bei uns, und so war Ragos Platz in meinem Herzen und im "Rudel" von einem würdigen Nachfolger besetzt… SID hat mich darin bestätigt, dass es absolut richtig war, wieder einen Herdenschutzhund zu retten, und dass auch Hunde aus dem Tierschutz oft nicht „schlechter“ und nicht „schwieriger“ sind als vom Züchter.
SID hatte in jüngeren Jahren Freude am Arbeiten, und er hat wie Mani ebenfalls die BGP I im IRJGV bestanden und den Hundeführerschein Stufe 2.
Er hat auch gerne mit den Schul- und Ferienkindern trainiert. Für die Kinder hat er sogar die Agility-Geräte absolviert!
Er war der ruhende Pol im Trubel meiner gemischten Hundegruppe, und seine Ausstrahlung hat jeden Hund beeindruckt. Dadurch war er mir eine große Hilfe.
SID wurde in Würde alt, und bis kurz vor seinem Tod ließ er uns in dem Glauben, dass er noch lange bei uns sein werde. Einige Tage war er krank, scheinbar aber nicht schlimm, und dann starb er innerhalb von ganz kurzer Zeit. Tumore hatten sich an ganz verschiedenen Stellen und Organen seines Körpers gebildet und sorgten dafür, dass das Ende dann ganz schnell herbeikam und wir keine lange Zeit des Leidens erleben mussten. Mit keinem Hund bisher habe ich so lange zusammengelebt wie mit Sid. Was für eine wundervolle Zeit war das! Ich bin so dankbar für jeden einzelnen Tag mit diesem wunderbaren und wunderschönen Hund.

SPOON, Kaukasischer Owtscharka, * 6/1996, als Welpe zu uns gekommen, † März 2009)

SPOON war der Hund meines Mannes (inzwischen Ex-Mannes), durch diesen Hund lernten wir uns kennen. Er war einer der menschenfreundlichsten Herdenschutzhunde, die ich kenne. Er war bis Mitte Dezember 2006 unser einziger nicht kastrierter Hund, und andere Rüden betrachtete er meist als Konkurrenten, also hieß es Abstand halten J. Ansonsten war er schon immer er ein Traum von einem Hund – ruhig, souverän, freundlich, umgänglich, gehorsam. Wegen eines Hodentumors musste er dann mit 10,5 Jahren kastriert werden. Was selbst ich kaum zu hoffen wagte: seither vertrug er sich mit ALLEN RÜDEN! Was mal wieder beweist, dass es nie zu spät ist. Er war sehr imposant – fast 70kg und (wenn nicht geschoren) mit einem Fell wie ein Bär. Er war das Musterbeispiel für einen souveränen „Rudelchef“ und kam auch mit den Pflegehunden wunderbar klar. Wir haben seine ruhige, freundliche Anwesenheit immer genossen.
Er ging am 16.03.2009 über die Regenbogenbrücke.
Er wäre im Juni 13 Jahre alt geworden. Er war nie wirklich krank, aber sein Körper wurde alt, die Knochen und die Gelenke schwächer und auch das Herz... so ging es mit unterstützenden Medikamenten lange Zeit gut, immer langsamer, aber es ging. Bis zum Abend des 16.03. - seine Zeit war um, dann ist er friedlich eingeschlafen, in Franks Armen.
Wir sind froh, dass Frank in der letzten Stunde bei
SPOON zu Hause war. Und dass SPOON selbst gegangen ist, ohne Nachhelfen, und ohne sich zu quälen...
Wir werden ihn nie vergessen - ein großes Vorbild für alle Hunde - und Menschen.
Seine Nachricht an uns: "Der Tod ist kein Ende"

MAX
, Berner Sennen-Mix, * 2001, bei uns seit 03.04.2009, gehörte zu uns seit 20.05.2009 und ging am 02.02.2011 über die Regenbogenbrücke

MAX sollte eine Mischung aus Berner Sennenhund und Schäferhund sein, er lebte unkastriert mit einem 2 Jahre älteren ebenfalls unkastrierten Rüden zusammen in einer Familie. Die Rüden vertrugen sich lt. Vorbesitzerin immer gut. Im Oktober 2008 verstarb der Mann, danach fingen die Rüden an, sich immer wieder in Beißereien zu bekämpfen. Nach einer besonders schweren Beißerei am 01.04.09, bei der beide Rüden nicht unerheblich verletzt wurden, entschloss sich die Frau, den jüngeren Rüden MAX abzugeben und MAX wurde zunächst in den Keller gesperrt. Jedoch wollte niemand, auch kein Tierschutzverein, der angefragt wurde, den Hund aufnehmen, so dass sie von ihrer Tierärztin verlangte, den Hund am 03.04.09 einzuschläfern. Diese jedoch tat das nicht (da ja keine Indikation vorlag) und setzte auch noch einmal alle Hebel in Bewegung, um MAX irgendwo unterzubringen. Schließlich erreichte sie über den Verein „Menschen für Tiere e.V. Taunus“ mich (Angelika) und ich sagte spontan zu, als Pflegestelle einzuspringen. Direkt vor den Osterferien (mit Pensionshunden) und mit mehreren weiteren Vermittlungshunden, war es schon ein Wagnis, einen unbekannten unkastrierten Rüden, der ja wahrscheinlich „nicht ohne“ war, in das Rudel aufzunehmen. Doch das Wunder geschah: MAX verhielt sich vom ersten Moment an vorbildlich und wurde von meinen Hunden sofort und ohne auch nur ein Knurren oder Lefze kräuseln ins Rudel aufgenommen! Er war ein absoluter TRAUMHUND ohne jeden Fehl und Tadel! Hörte perfekt, lief ohne Leine, war einfach ein Engel! Er liebte auch den Hundefriseur und sogar die Besuche beim Tierarzt. Genau das, was meinem Mann Frank passte, dem ja im März sein SPOON gestorben war, der auch ein ganz wunderbarer Hund war… eigentlich wollte Frank dann ja keinen eigenen Hund mehr …
Doch die beiden verguckten sich beiden ineinander und MAX durfte nun bei uns das Rudel bereichern!
Noch nie hatten wir einen derart wunderbaren Hund aufgenommen. Er war perfekt in allem. Wir erlebten mit ihm, Manitu und Jura einen wunderbaren Urlaub in Irland im September 2010. Leider war ihm nicht viel Zeit bei uns vergönnt: er fing Ende 2010 an zu kränkeln und wir mussten ihn letztlich am 02.02.2011 aufgrund eines großen, schnell wachsenden Lebertumors einschläfern. Geliebter MAX, wir werden Dich nie vergessen, Du warst ein wundervoller Gefährte!

SINJA, Podengo portuguese, * 1999, von Menorca, bei uns seit 4/2000, verstorben am 07.02.2011

Die erste und zu ihren Lebzeiten einzige Hundedame in unserem „Rudel“ brachte ich im April 2000 von einem Tierschutz-Aufenthalt auf Menorca mit. Da saß sie jammernd in ihrem Tierheimzwinger und überzeugte mich sofort, dass sie gerettet werden müsse… Meine ersten eigenen Erfahrungen mit einer „Südländerin“ haben mein Wissen um Hunde, vor allem Straßenhunde, erheblich bereichert! Nach anstrengenden zwei Jahren war auch aus diesem Hund ein wunderbarer kleiner Begleiter geworden, der gut gehorchte und uns viel Freude machte. Auf „Hundeplatz“ und „viel Arbeit“ hatte sie aber nie wirklich Lust, sondern wurde zum reinen „Familienhund“. Die Zeit, in der mein Mann und ich nicht zu Hause waren, verbrachte sie bei meiner Schwiegermutter, wo sie als „Couchpotatoe“ ein angenehmes Leben führte, und mit der Katze und unserer Nichte und unserem Neffen spielte. SINJA zeigte uns, dass zwar fast jeder Hund bereit ist, sich an Menschen zu binden, man sich aber dessen auch als würdig erweisen muss. Denn am Anfang schien es oft so, als würde sie sagen: „schön, dass Ihr mich da rausgeholt habt, aber ich komme schon alleine klar“, und sie wollte lieber ohne uns spazieren (jagen) gehen. Das war eine interessante Zeit für uns – die zum Glück gefolgt wurde von vielen wunderbaren Jahren!
5 Tage nachdem wir unseren MAX hatten einschläfern müssen, lag SINJA morgens tot im Flur - wir waren schockiert, denn außer einer leichten Unpässlichkeit hatte sie am Wochenende davor keinerlei Symptome gezeigt. Ich fuhr sofort mit dem toten Hund zur Pathologie um sie untersuchen zu lassen, und es stellte sich heraus, dass sie ein Karzinom im Bereich von Leber und Bauchspeicheldrüse hatte, das sehr schnell gewuchert sein musste. Tapfere kleine
SINJA , und Du hast Dir bis zum Schluss nichts anmerken lassen, das uns stutzig gemacht hätte und auf eine so schlimme Sache hingewiesen hätte! SINJA war eine wundervolle kleine Hündin. Sie wird immer als unser erster Straßenhund in unserem Gedächtnis bleiben, denn sie hat uns viele wichtige Lektionen über das Verhalten von Hunden erteilt, die mir heute noch im Training von Nutzen sind.

  • Meine derzeit eigenen Hunde: Jura, Edy (inzwischen umgezogen), Flöckchen, Alani, Yocco, Spot, Kalle (in dieser Reihenfolge kamen sie zu mir)

JURA (* 1/2005), Sheltie-Cocker Spaniel-Mix aus Portugal; bei uns seit 10/2007, gehört zu uns seit 3/2008

JURA ist einer von den "Hängengebliebenen". Seit mehreren Jahren vermittelte ich unter anderem Hunde aus Portugal. Alle fanden bis dahin ziemlich schnell ein Zuhause, bis auf JURA. Er ist hübsch, intelligent, arbeitet gerne, ist verträglich, kinderlieb... trotzdem gab es nicht einen einzigen Interessenten, was uns sehr verwunderte. Er sprang von Anfang an über jeden Zaun, was aber kein Problem war, da er zunächst gut zurückkam, wenn man ihn rief. Seit Februar 2008 stellte sich aber heraus, dass er doch einen enormen Jagdtrieb hat, was seine Haltung natürlich schwierig gestaltet. So war ich dann doch froh, ihn nicht vermittelt zu haben, da er wahrscheinlich zurück gegeben worden wäre, und entschied mich, ihn zu adoptieren. Obwohl es durch den Jagdtrieb ziemlich anstrengend ist, mit ihm zu leben, macht es doch auch sehr viel Spaß: er ist der erste meiner Hunde, der am "Bei Fuß gehen" wirklich Freude hat, und das ohne großes Training - er macht es einfach gerne!! Er liebt Agility und Tricks, und er war schnell dabei, ein guter Mitarbeiter zu werden. So konnte "Mani" sich endlich mal ein wenig erholen. JURA durfte natürlich auch den Hundeführerschein Stufe 2 absolvieren. Seit 2014 machen wir mit Begeisterung SHR (Scent Hurdle Racing) und eine zeitlang waren wir auch im Mantrailing, was er große Klasse fand, auch ZOS liebte er sehr.
JURA ist ein ausgemachter Dieb ist und
klaut alles Fressbare was er bekommen kann, jaja, die Intelligenz des Shelties gepaart mit der Fresssucht des Cockers... spannende Sache! Wir witzeln gerne, dass er, JURA, gesprochen "Tschura", eigentlich "Tschorer" heißen müsste (was im manischen "Dieb" hießt)! 
Nun hatte ich mit Mani, Sid, Flocki und Jura ein Kleeblatt aus vier Hunden, und multikulturell! Das sollte auch erst einmal reichen, aber wie Ihr wisst, kam es anders...
JURA ist inzwischen 13 Jahre alt, etwas ruhiger geworden, springt aber immer noch über Tore (wann wird er das NICHT mehr schaffen??) und das Jagdverhalten haben wir im Griff, aber natürlich wird es nie ganz verschwinden... aber inzwischen sind fliegende und rollende Leckerchen viiiiiel besser als Kaninchen!

EDY (* ca. 12/2004), Shi Tzu-Mix aus Portugal; bei mir seit 22.09.2010

EDY war Pflegehund und hatte eigentlich Interessenten. Leider kam es zu einem Beißvorfall, der zwar erklärbar war, aber die Interessenten doch so abschreckte, dass sie sofort Abstand davon nahmen, EDY zu adoptieren. Da sich mit der Zeit gezeigt hatte, dass EDY bei weitem nicht so süß ist wie sein Äußeres vermuten lässt, sanken die Chancen auf eine Vermittlung gegen Null. Nun war die Frage, was tun mit Klein-EDY? Eigentlich wollte ich ja schauen, ob ich mir aus dem Urlaub in Irland einen Hund mitbringe, aber das gestaltete sich ohnehin nicht so einfach wie gedacht - dafür durfte dann EDY einziehen!
Der kleine hübsche Kerl mit dem schiefen Frätzchen ist zwar meistens goldig, aber wirklich nicht immer einfach - doch er hat sich mit der Zeit so in mein Herz geschlichen, dass er dort genauso einen festen Platz hat wie alle meine anderen Hunde auch! Kleiner EDY, genau wie CHARLY hast Du uns gelehrt, dass man als Mensch nicht immer nur die Regeln vorgeben kann, sondern dass der Mensch auch mal akzeptieren muss, wenn ein Hund etwas NICHT will und dass man TROTZDEM harmonisch zusammen leben kann! 
Inzwischen hat auch EDY die 13 Jahre erreicht, ist fit und munter und gesund und wir hoffen, dass das noch lange so bleibt! Seit 2015 lebt er bei einer guten Bekannten - auf seinen eigenen Wunsch zog er dort ein und ergänzte das bereits vorhandene 4er-Rudel von kleinen Hundesenioren.

FLÖCKCHEN
(* 06/2007), Pudel-Mix aus Portugal; bei uns seit 01/2011, adoptiert am 09.06.2011

FLÖCKCHEN ist auch wieder "hängengeblieben". Er war als Junghund vermittelt worden, wurde jedoch im Januar 2011 wieder zurück gegeben, weil es sich mit 5 Kindern, davon 4 adoptierten, und einem nicht ganz leicht erziehbaren Hund doch schwierig gestaltete. Die Familie war schon o.k., doch für Flöckchen waren die 5 Kinder sicherlich zuviel - man merkt ihm  heute noch an, dass er zuhause einfach seine Ruhe haben möchte. Ich habe über ein halbes Jahr gewartet, ob jemand diesen bildhübschen Hund haben möchte, doch es gab keinen einzigen Interessenten... ob die Leute alle geahnt haben, dass Flöckchen auch ganz anders sein kann als nur "süß"? Dann war es passiert... Flöckchen hatte sich in mein Herz geschlichen. Nun ist das für mich ja kein Grund, einen Hund zu adoptieren -  wenn es so wäre, hätte ich Dutzende. Doch wenn über 6 Monate noch nicht mal eine einzige Anfrage kommt - dann ist das doch wieder ein Zeichen... oder?? Nun arbeitet Flöckchen fleißig in der Hundeschule mit, ab und zu vertrimmt er mal einen anderen Hund, was meistens nicht dramatisch ist, da er mit seinen zarten 9,5 kg nicht allzuviel anrichten kann, aber sonst ist er oft mustergültig. Vor allem ist er großartig in der Arbeit mit Kindern. Auf dem Hundeplatz im Training liebt er sie, geht zart wie ein Federchen an der Leine und ist ganz aufmerksam! Beim Hundeführerschein haben wir uns nur an Stufe 1 gewagt, da er draußen doch manchmal etwas heftig reagiert, wenn andere Hunde vorbeikommen.

ALANI
(* 2007), Collie, adoptiert Anfang 2012

ALANI bereichert seit Anfang 2012 unser Rudel. Er ist seit langer Zeit mal wieder ein WUNSCHHUND - allerdings war es ein "blind date"! Bzw. ich hatte im Vertrauen auf meine Freundin die Adoption schon zugesagt... Nachdem ich mit dem Collie MANITU so gute Erfahrungen gemacht hatte, und MANI langsam in die Jahre kam, dachte ich über einen zweiten Collie nach. Kaum hatte ich dies Karin Freiling mitgeteilt, hatte sie auch schon BUDDY (so hieß ALANI vorher) für mich vorgeschlagen... und ich sagte zu ihn zu nehmen, ohne dass wir uns kannten (aber Karin kannte uns ja beide gut)! Liebe Leute, sowas macht man auch nur, wenn man viel Erfahrung und gute Nerven hat... *lach* ich rate ansonsten DRINGEND davon ab!
Nun, einerseits ist ALANI ganz anders als MANI und so gar nicht wie ich es mir vorgestellt hatte, andererseits ist er sehr gut als Vorführhund in den Kursen geeignet. Er ist IMMER bereit, mit seinem Menschen zu arbeiten, was natürlich großartig ist. Im Gegenzug  nervt er manchmal ganz schön, wenn man KEINE Arbeit für ihn hat... Es verwundert nicht, dass er zwei Vorbesitzer "verschlissen" hat, aber was für ein wundervoller Hund ist ihnen damit entgangen! Inzwischen haben wir uns zusammengerauft, die Radfahrer lässt er jetzt auch in Ruhe... und er hat sich einen festen Platz in meinem Herzen erobert. Er hat den Hundeführerschein Stufe 1. Und er arbeitet ganz wunderbar mit Kindern aller Altersstufen - das ist natürlich großartig, ich habe es am Anfang nicht zu hoffen gewagt und er ist soooo toll!

YOCCO (* 01/2011), Zwergschnauzer-Podengo-Mix, adoptiert im März 2013

YOCCO
ist seit März 2013 der Nachwuchs in unserem Rudel. Er war überhaupt nicht geplant, purzelte aber als Pflegehund in mein Leben, schaute mich so unwiderstehlich an, da war es geschehen... YOCCO ist die erste "Liebe-auf-den-ersten-Blick-Adoption" in meinem Leben! Und auch wenn natürlich auch er seine "Baustellen" hat wie jeder Hund - ich habe es keine Sekunde bereut. ENDLICH hatte ich mal einen Hund, der von Anfang an ohne Leine laufen konnte, weil ICH das Zentrum seines Universums war... sowas ist, nach so vielen anstrengenden "Fällen", auch mal schön!!! YOCCO macht sich auch sehr nützlich, er hat "natürlich" auch schon den BHV-Hundeführerschein und natürlich hat ER auch die Stufe 2. Er lernte rasch Agility, ist nur manchmal zu schnell für mich, auch SHR und Longieren hat er schnell begriffen.. und er kann mir in den Arm springen! Und nach anfänglichem  Zaudern geht er inzwischen ganz routiniert auch mit anderen Menschen und vor allem Kindern mit und leistet hier großartige Arbeit! Und dreimal dürft Ihr raten, wo das kleine 7kg-Teilchen schläft...

SPOT (* 08/2009), Terrier-Mix, lebt bei mir seit September 2013

SPOT ist wieder mal ein "Rückläufer", sprich er war vermittelt, kam aber zurück. Er hat eine wunderbare Seite - liebevoll, anhänglich, aufmerksam, gelehrig, Musterschüler in der Hundeschule -, und eine andere Seite - leicht erregbar, rastet in manchen Situationen aus, vertrug sich anfangs nicht gut mit Rüden. Diese andere Seite bescherte ihm dann auch dir Rückreise zu mir, da seine Menschen ihn zwar sehr liebten und auch viel mit ihm gearbeitet haben, die Gesamtsituation jedoch so stressbeladen war, dass sie sich nach 2 Jahren unter Tränen zur Rückgabe entschlossen. Wir haben lange überlegt ob man SPOT weiter vermitteln sollte, da er aber schon gelernt hatte, was man mit aggressivem Verhalten erreichen kann, sahen wir davon ab und er blieb bei mir. Anfangs vertrauten er und ich uns noch nicht, dazu muss man sich ja auch erst kennen lernen - inzwischen verstehen und lieben wir uns sehr und auch SPOT hat einen festen Platz in meinem Herzen bekommen. SPOT hat inzwischen den Hundeführerschein Stufe 2, er liebt SHR und macht gerne Agility und Tricks, nur mit den Kindern darf er leider nicht arbeiten, das geht wegen seines Verhaltens nicht.

KALLE (*2013), Pinscher-Mix, kam zu mir im Sommer 2016

KALLE
ist seit 2016 das neue "Nesthäkchen" in unserem Rudel. Er war wirklich  nicht geplant, purzelte aber wie 2013 Yocco als Pflegehund in mein Leben, gerettet vor einem Dasein als ebay-Kleinanzeigen-Wanderpokal... schaute mich genauso unwiderstehlich an wie ehemals Yocco, und da war sie... die zweite "Liebe-auf-den-ersten-Blick-Adoption" in meinem Leben!
Natürlich hat auch KALLE seine "Baustellen" - doch er ist der allerschmusigste,  kuscheligste Hunde den ich habe, er umarmt mich regelrecht, streichelt mich mit seinen Pfötchen... so etwas habe ich vorher noch nie erlebt. Ich wusste vorher schon, dass Pinscher großartige Hunde sind, aber er hat mich restlos für diese Art Hunde begeistert.
Und ebenso wie sein "Bruder" Yocco macht sich auch KALLE bei der Arbeit mit Kindern sehr nützlich. Er lernte rasch Agility, auch das Longieren hat er schnell begriffen.. und auch er kann mir in den Arm springen! Nur mit dem Hundeführerschein werden wir noch etwas Zeit brauchen, da "Sitz" im Winter gerade noch eventuell machbar ist, aber "Platz" leider gar nicht bei unter 10 Grad (Plus, nicht Minus!) und "Bleib" schon überhaupt nicht - sowas geht nur bei sommerlichen Temperaturen. KALLE ist nämlich eine fürchterliche Frostbeule, was man bei den wenigen Haaren die er hat auch verstehen kann... er trägt einen Hundemantel mit Kragen bis über die Ohren, und der Winter 2016/17 und 17/18 war ja bisher nicht wirklich kalt... die Stunden auf dem Hundeplatz hät er tapfer aus, kuschelt sich aber meist in die bereitliegenden Schaffelle, und abends geht es dann schnell ins Bett unter Mamas Decke, wo wir dann bis morgens gaaaaaaaaaaanz ruhig liegenbleiben!

  • Unsere Dauer-Pflegehunde – Charly und Hektor sind im Regenbogenland...

CHARLY (*1996), Terrier-Mix, Herkunft unbekannt – eigentlich Pflegehund… seit 12/2004… ging über die Regenbogenbrücke im Februar 2014

CHARLY lebte seit Dezember 2004 bei uns. Wir nannten ihn „Bumerang-Hund“, weil er immer wieder zurückkam, wenn man ihn vermittelte… er hatte bereits Aufenthalte in zwei Tierheimen und mehrere fehlgeschlagene Vermittlungsversuche hinter sich. Er gehörte dem Tierheim Gießen, genoss aber bei uns „Wohnrecht auf Lebenszeit“, da wir – neben dem Tierheim – keinen anderen Ort finden konnten, an dem er sich länger als 1-3 Wochen aufhalten konnte, ohne jemanden kräftig in die Hand oder sonstwohin zu beißen!
Es gibt solche Hunde, die man einfach „mitlaufen“ lassen sollte, und denen man keine großartige Beachtung schenken sollte, dann benehmen sie sich gut. Mit zuviel Zuwendung dagegen können sie nicht umgehen.
Daher schien CHARLY für ein „normales“ Familienleben nicht geeignet zu sein, aber in meiner gemischten Hundegruppe kam er gut klar, und auch mit allen Kunden auf dem Hundeplatz.
Irgendwie konnte man sich das Leben ohne ihn auch nicht mehr vorstellen…
Er hatte eine Patenfamilie, die sich um ihn kümmerte, wenn ich mal auf Fortbildung oder im Tierschutz unterwegs war, so war er rundum versorgt. Für mehrere Jahre kam eine Dame aus der Nachbarschaft des Hundeplatzes regelmäßig zum Gassigehen. Sie kann wegen einer Allergie keinen eigenen Hund halten, und so freuten sich Charly und die Dame über die gemeinsamen Ausflüge.
Die letzte Zeit durfte CHARLY dann ganz bei seiner Patenfamilie leben, was ein großartiger Abschluss für sein bewegtes Leben war. CHARLY, Du hast uns viele Dinge gelehrt und dafür sind wir Dir sehr dankbar!

HEKTOR
(*01.04.2008), Pinscher-Mix aus Portugal – seit 2016 als Dauerpflegehund bei Angelika wegen schwerer Herzerkrankung...ging über die Regenbogenbrücke im Januar 2017

Hektor grüßt seine Paten und Unterstützer und dankt ihnen...
... aber nun aus dem Regenbogenland.
Der kleine tapfere Kerl hat so lange durchgehalten mit seinem kranken
Herz, das immer größer wurde durch die immense Arbeit, die es leisten
musste.
Er wurde immer ruhiger - denn in der Ruhe war es für ihn am
angenehmsten, da hatte das Herz ein bisschen weniger Arbeit. Der
Herzhusten wurde immer häufiger. Dazwischen hatte er aber immer wieder
schöne Stunden und kleine Spaziergänge, die er genossen hat. Aber auch
da wurde er immer langsamer.
Vom 10.-14.11. hatte Hektor mit seine Pflegemama und deren eigenen und
einigen weiteren Hunden einen wunderschönen Kurzurlaub in der Nähe von Bremen.
An Silvester und Neujahr verbrachte Hektor mit seiner Pflegemama und vielen Hunden
eine wunderbare Zeit im Hundezentrum Siegerland, wo sich die Hundemeute bei herrlichstem
Winterwetter auf 70.000 qm eingezäuntem Gelände vergnügen konnte. Dort
wanderte er langsam umher und untersuchte die vielen Gerüche, die so ein
Gelände bietet, um sich dazwischen mit einer Runde Schlaf wieder auszuruhen.
Nach Neujahr ging es weiter bergab. Zwei Termine in der Tierklinik
bestätigten unsere Befürchtungen, dass er nun "austherapiert" war, er
bekam alle Medikamente, die ihm helfen konnten, in Höchstdosis und es
ging ihm trotzdem gar nicht mehr gut. Am 14.01.2017 durfte er in den
Armen seiner Pflegemama über die Regenbogenbrücke gehen. Sein Grab hat
er im Garten von Petra bekommen, die ihn gut kannte und
ihm im September ein Zuhause geben wollte, was er ja damals nicht wollte!
Nun hat er seinen Platz dort doch noch gefunden.
Liebe Paten und Unterstützer von Hektor, danke, danke, danke, dass Ihr es
ermöglicht habt, dass er diese Zeit noch bei mir verbringen durfte!
Lieber Hektor, ich danke Dir, dass Du mich ausgesucht hast, um bis zu
Deinem Ende für Dich da zu sein. Du hast mich - und viele andere -
verzaubert. Es war mir eine Ehre, dass Du bei mir leben wolltest, und Du
hast in wenigen Monaten so viel Liebe und Licht in mein Leben gebracht.
Dich musste man nicht erziehen und trainieren, Du warst einfach gut, so
wie Du warst. Ich habe mich so gefreut, wenn Du manchmal bei mir auf dem
Kopfkissen schlafen wolltest und Dich dort so wohl fühltest, dass Du
Dich die ganze Nacht keinen Millimeter bewegt hast.
Es war eine wunderschöne Zeit mir Dir,
in Liebe, Deine Angelika

Und nun fragt Ihr Euch vielleicht:

Leben alle diese Hunde mit im Haus?

Ja, natürlich. Sie dürfen sich meist frei in Haus und Hof bewegen, es sieht sehr hübsch aus, wenn man überall Hunde herumliegen hat J, meistens sind meine eigenen Hunde und die Vermittlungshunde allerdings mit in der Hundeschule und laufen dort mit herum, helfen mit oder entspannen sich im Gehege oder im Auto.

Warum nur Hunde aus dem Tierschutz?

Für Einsteiger kann vielleicht ein Hund von einem guten (!!) Züchter eine gute Wahl sein. Aber auch im Tierschutz gibt es viele ganz wunderbare Hunde, und beim Welpen vom Züchter weiß man auch nicht bis ins Detail, was man bekommt! Ich habe die Möglichkeiten und das Wissen, auch Hunden ein Zuhause zu geben, mit denen viele Menschen nicht zu recht kommen würden. Auch diese Hunde haben einen Platz verdient, können bei mir glücklich sein. Im übrigen habe ich mit den Hunden, die ich mir im Tierschutz bewusst ausgesucht habe, und auch mit denen, die MICH ausgesucht haben oder hier "hängen geblieben" sind, so wunderbare Gefährten gefunden, dass ich sie vom besten Züchter nicht besser hätte bekommen können. Tiere aus dem Tierschutz sind meist schon Persönlichkeiten, jedoch oft nicht „schlechter“, „schwieriger“, „kränker“ oder „problematischer“ als Hunde, die man von „guter Herkunft“ kauft. Gerade der Kauf eines Welpen ungewisser Herkunft oder ohne Stammbaum birgt sehr oft unliebsame Überraschungen, und auch der beste Stammbaum kann nicht sagen, was aus einem Hund mal wird.

Warum auch Hunde aus dem Ausland?

Tierschutz kennt keine Grenzen. Europa und Globalisierung gilt auch für den Tierschutz. Zudem werden gerade Hunde in vielen Ländern oft (noch) schlechter gehalten als in Deutschland, um den einheimischen Tierschutz ist es meist schlecht bestellt, die Vermittlungschancen, ja selbst die Überlebenschancen für die Tiere sind meist gering. Nahezu jedes Land hat sogenannte Tötungsstationen, die den Hunden oft nur wenige Tage Frist geben, bis ihrem Leben ein Ende gesetzt wird. Wenn das Ende dann wenigstens noch „human“ wäre…
Man möge sich im Internet oder direkt vor Ort ein Bild davon machen.
Im übrigen sind natürlich auch „einheimische“ Hunde in unserer „Meute“!
Nicht oft fragen mich Leute direkt: "warum Tierschutz im Ausland". Wenn sie es tun, frage ich zurück: wann sie zuletzt in einem deutschen Tierheim waren und woher sie denn ihren Hund haben... die Antworten sind oft: noch nie oder: vor vielen Jahren, und: vom "Züchter"...

Wie schaffst Du das alles, wirst Du allen Hunden gerecht?

Ja, darum habe ich ja nicht NOCH mehr... hätte ich gerne, aber man muss ja allen gerecht werden, und die Hundesteuer wird wirklich irgendwann unbezahlbar! Ja, sie sind ALLE angemeldet... das macht dann auch schonmal über 1.000 € im Jahr. Meine Hunde sind immer in meiner Nähe, müssen nicht alleine zuhause bleiben. Jeder Hund bekommt ausreichend Beschäftigung. Das ist übrigens bei den meisten meiner Hunden oft nicht so sehr viel, da die Hunde sich im Rudel viel miteinander beschäftigen. Die meisten meiner Hunde haben schon das Seniorenalter erreicht, so dass sie ohnehin mit weniger Beschäftigung zufrieden sind. Einige liebe Menschen betätigen sich als Gassigänger für meine Hunde und wenn ich, was regelmäßig der Fall ist, Praktikanten in der Hundeschule habe, dann dürfen diese auch mit meinen Hunden trainieren und sie ausführen.

Für mich gilt daher: Ich werde, solange es möglich ist, niemals wieder Hunde einzeln halten. Es gibt einige wenige Hunde, die lieber alleine mit ihren Menschen leben möchten (meistens sind sie allerdings durch zu lange Einzelhaltung dazu „verzogen“), die sind dann woanders besser untergebracht. Meinen Hunden tut es sehr gut, in der Gruppe zu leben. Wir alle profitieren davon. Einzeln gehaltene Hunde können auch glücklich sein, wenn sie ausreichend Kontakte zu anderen Hunden haben. Wer jedoch die Möglichkeit hat, seinem Hund Artgenossen als Lebenspartner zu bieten, sollte das meines Erachtens auch tun – es macht so viel Freude, die Hunde zusammen zu erleben, es ist kaum zu beschreiben. Und wenn man dann noch ein Leben damit retten kann, indem man einen Hund aus dem Tierschutz aufnehmen kann, ist das natürlich eine wunderbare Sache. 

Ich danke Euch, dass Ihr bis hierhin gelesen habt, und für Euer Interesse an den Schicksalen „meiner“ Hunde.

Solltet Ihr etwas für den Tierschutz tun wollen, dann schaut mal auf unserer Seite „Tierschutz“ oder in unserer Linkliste, wo div. Vereine aufgelistet sind.
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